“Haus Böttcher jetzt im Geopark GrenzWelten”

“Haus Böttcher jetzt im Geopark GrenzWelten”

Das Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte“ ist jetzt im Geopark GrenzWelten mit zahlreichen Geo-Zielen (Museen, Bergwerken sowie Erlebnis- und Lehrpfaden) vernetzt. Der Geopark umfasst eine geologisch abwechslungsreiche und landschaftlich reizvolle Mittelgebirgslandschaft im Grenzgebiet zwischen Nordhessen und NRW. Von den Gipfelregionen des Sauerlands und Kellerwalds bis hinunter in die Täler und Becken der Hessischen Senke bieten sich spannende Einblicke in die Erdgeschichte und die Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft. Der Verein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ traf nun mit dem zuständigen Projektleiter des Geoparks, Dipl.-Ing. Norbert Panek vom Landkreis Waldeck-Frankenberg, eine dementsprechende Vereinbarung für das Obermarsberger Museumsobjekt. Unter der Geopark-Region Hochsauerland kooperiert das älteste Bürgerhaus der Stadt Marsberg aus 1589 mit dem Slogan „Historisches modern präsentiert“. Die Kooperation bezieht sich nicht nur auf gemeinsame Internetaktivitäten, sondern man pflegt auch einen regen Schriften- und Flyertausch. Alle Flyer des Geoparks sind ab sofort bei Haus Böttcher erhältlich und können aus der Flyerbox entnommen werden. Ferner gehört die Vermittlung von Führungen zu geologischen, landschaftlichen und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten auf westfälischer und waldeckischer Seite, die man nun aus „einer Hand“ anbieten kann, zum Angebot. Das Geo-Ziel, Museum „Haus Böttcher – Haus der Geschichte“, beherbergt eine umfangreiche Sammlung von geologischen und archäologischen Funden aus dem Marsberger Raum.

Diese Exponate wurden überwiegend vom LWL-Amt für Archäologie in Westfalen, Außenstelle Olpe, begutachtet und teils zeitlich in die verschiedenen Vergangenheitsepochen der Geschichte eindatiert. Als besonders wertvoll und für diesen Raum einmalig gelten die Mammutzahnfunde, die in den 1950er Jahren am Obermarsberger Plückeberg gefunden wurden. Aber auch die Höhlenbärenzähne, -kiefer und –schädel sowie Zähne vom Urbison, Urpferd und Urhirsch aus der Weißen Kuhle sind interessante Exponate von Haus Böttcher. Verschiedenste Steinkugeln aus der Obermarsberger Zeit des 12. Jahrhunderts und teils davor runden die außergewöhnliche Sammlung ab. Ganz besonders stolz ist das Museum auf die Schenkungen des ehemaligen Obermarsberger Ortsvorstehers: Johannes Plemper. Er übergab zu Lebzeiten einen im Stiftsbezirk gefundenen, mit sächsischen Symbolen verzierten Ring, „der mindestens 1.200 Jahre alt sein soll“, so die Archäologen. Armbrustbolzen aus der Zeit des 12.-14. Jahrhunderts sowie die alten Siegeleisen der Stadt bzw. dem Bürgermeisteramt Obermarsberg vervollständigen die Sammlung „Plemper“ im Museum Haus Böttcher. Nähere Informationen zum Geopark GrenzWelten und zu Haus Böttcher gibt es unter www.Geopark-Grenzwelten.de sowie unter www.Haus-Böttcher.de