Großes Sippentreffen mit über 300 angemeldeten Personen in der Schützenhalle Obermarsberg

Großes Sippentreffen mit über 300 angemeldeten Personen in der Schützenhalle Obermarsberg

Meerhof, Obermarsberg, Westheim, Arolsen, Langenthonhausen. Heute vor 100 Jahren, am 08.03.1910, meldete der Landwirt August Thiele aus Meerhof sich und seine Familie auf dem Bürgermeisteramt Obermarsberg an. Sie besiedelten fortan die ehemals städtische Herrenmühle im Glindegrund von Obermarsberg, die als Thielenmühle in die Geschichte einging. Sie wurden zur Müllerfamilie. Zuvor war der Hof August Thiele mit der Haus-Nr. 118 in Meerhof (heute: Am Dreswinkel 23) am 28.11.1909 abgebrannt. Dieses Jubiläum 100 Jahre Thiele in Obermarsberg bewegte das Festkomitee: Zahnarzt Aloys Thiele, Westheim, und Krankentransportunternehmer und Bestatter Stefan Thiele, Niedermarsberg, dazu ein großes Sippentreffen auszurichten. An diesem Treffen, das am Samstag, dem 13.03.2010 ab 14:00 Uhr in der Schützenhalle Obermarsberg stattfindet, nehmen über 300 angemeldete Familienmitglieder und Nachfahren aus Westfalen, Waldeck und der bayerischen Oberpfalz teil. Um 17:00 Uhr steht das große „Familienfoto“ aller Teilnehmer an. Die Hl. Messe für die Lebenden und Verstorbenen der Familie wird um 18:30 Uhr in der Stiftskirche begangen. Der Festvortrag ist um 19:30 Uhr geplant, danach Festball. Erstmalig wird an diesem Tag auch die 450-Seiten starke, druckfrische Familienchronik der Thielen und Nachfahren erhältlich sein.

Herren- bzw. Thielenmühle im Glindegrund, ca. 1925

Erster nachweislicher Vorfahr der Thielen ist Henrich Thilen. Er war Befehlshaber der von Waldecks in 1537. Geboren wurde er 1490. Zudem war er Vogt auf Schloss Landau bis 1548. Sein Sohn Caspar Thilen heiratete in 1564 Ermgard von Waldeck, Tochter von Franz I. von Waldeck und Anna Polemann. Ein Zweig der Thielen gelangte nach Meerhof (heute Hochsauerlandkreis, vormals Kreis Büren), urkundliche Erwähnung aus 1592. Im Jubiläumsort Obermarsberg erwarb Josef Thiele 1922 das „Alte Rathaus“ der Stadt Obermarsberg samt Schandpfahl aus dem Mittelalter. Diese sind heute noch im Familien-besitz der Nachfahren. In 1931 eröffnete Aloys Thiele seine Zahnarztpraxis in Westheim. Bereits 1919 gelang der Plückemüllerhof durch Heirat von August Thiele jun. und Elisabeth Koch zum Thiele-Eigentum. Sie und ihre Familie mussten 1942 ihre Landwirtschaft auf dem Kleinen Höling im Glindegrund von Obermarsberg aufgeben, da das verschärfte Marsberger Kupfergewinnungsverfahren giftige Abgase freisetzte und das Vieh regelmäßig verenden ließ. Sie siedelten nach Langenthonhausen in die Oberpfalz über und erwarben dort eine ähnlich große landwirtschaftliche Fläche sowie ein Gasthaus von der Brauerei Prössl aus Adlersberg, das von den Thielen auch fortan bewirtschaftet wurde.  

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Der Westen 13.03.2010 >>

Westfalenpost 13.03.2010 >>

Waldeckische Landeszeitung 13.03.2010 >>

HNA 12.03.2010 >>

Westfälisches Volksblatt 10.03.2010 >>

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