Die Eresburg

Die Eresburg

Ein Heimatgedicht von Franz Penning:

Wer möchte dich nicht einmal seh´n,

„Dich Edelstein der Diemelhöh´n“,

Dich Meisterstück aus alter Zeit,

Das einst der Papst hat selbst geweiht!

 

So warst du einst und immerfort

Des Glaubens Quell, der Christen Hort,

Gen Satans Tücken starke Wehr,

Du bist mit Recht „die Burg der Ehr.“

 

Hier, wo die Christenwiege stand,

Da zog einst Sturmi in das Land.

Trotz Haß und bösem Widerstand

Trug er das Kreuz ins Sachsenland.

 

Vorüber ist so mancher Sturm;

Doch Wache hält der Buttenturm.

Der Schandpfahl sich gen Himmel reckt;

Die Turmuhr noch wie damals weckt.

 

Hier weht der Hauch des Nibelung,

Hier bei des Ritters kühnem Sprung.

Willst Du die Drachenhöhle seh´n?

So bitt ich, um die Burg zu gehn.

 

Stolz magst auf deine Heimat sein,

Mein lieber Freund von Ruhr und Rhein:

Ziehst du durch´s Diemeltal hindurch,

Vergiß mir nicht die Eresburg!

 

Zu sehen ist eine Luftaufnahme aus 1979. Im Vordergrund befindet sich Obermarsberg, die alte Stadt auf dem Berge. Im Tal liegt Niedermarsberg.