Wissenschaftliches Werk zur Familiengeschichte und den Larenz-Kreuzwegen

Neben den Auftragsbüchern wurden die Kapitel zur weitläufigen Familiengeschichte und zu den Kreuzwegstationen in Niedermarsberg, Obermarsberg, Rimbeck, Philadelphia, Kiedrich und Meggen von einem fachkundigen Historiker abgeschlossen. Andreas Karl Böttcher, Vorsitzender der „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“: „Manchmal läuft einem der Zufall über den Weg. Im Fall von Elmar Brohl war es mit Sicherheit so. Eigentlich ging es uns nur um die Familiengeschichte der Marsberger Familie Larenz. Elisabeth und Franz-Josef Larenz übergaben uns ja im Juni 2013 den Nachlass zur bedeutenden Marsberger Bildhauerwerkstatt der Gebrüder Franz und Bernard Larenz für unser Museum und verwiesen uns, wenn es um die Urgeschichte der Familie gehen würde, nach Marburg.“ Elmar Brohl hatte von dort aus in den vergangenen Jahrzehnten, da er selbst mit Marsberg fest verwurzelt ist und verwandtschaftliche Beziehungen zur Familie Larenz pflegt, die Familiengeschichte bis in die tiefsten Sphären erforscht. Böttcher: „Zu diesem Zeitpunkt war uns keines Falls bewusst, dass er als pensionierter Stadtbaudirektor – von Marburg aus – schon die Geschichte zu den Kreuzwegen, die in der Larenz-Werkstatt entstanden sind, weitestgehend erforscht hatte. Ein Glücksgriff für unsere Arbeit, denn wir dachten damals bereits daran, ein umfassendes Werk zur Bildhauerei Larenz zu veröffentlichen.“ Die ausführlichen Recherchen des wissenschaftlichen Vollblutprofis aus Marburg findet man nun in einem Sonderdruck wieder: Die Kapitel zur Familiengeschichte und zu den Kreuzwegen aus der Larenz-Werkstatt!

1939 fertigten die Gebrüder Larenz für die Niedermarsberger Propsteikirche ihr letztes großes Werk, eine fast lebensgroße Schnitzerei zur Grablegung Christi. Nach 1939 bis zu ihren Tod in 1945 bzw. 1948 wurden lediglich noch kleinere Restaurierungen oder Arbeiten für die eigene Familie oder gute Freunde vorgenommen. Die Publikationen umfassen die Auftragsbücher von 1887 bis 1897 und von 1906 bis 1934 sowie die Familiengeschichte und die wissenschaftliche Aufarbeitung der Larenz-Kreuzwege. – Im Jahr 1887 hatte sich Franz Larenz in Niedermarsberg – nach seiner Lehre in der renommierten Bildhauer-Werkstatt Schiestl in Würzburg – selbständig gemacht. Sein erstes Werk war eine Josefstatue für die Niedermarsberger Propsteikirche. Sein Vater Franz war bereits seit 1848 Schreinermeister (in der heutigen Klosterstraße 1) und eine bekannte Größe in der Marsberger Handwerker-Innung. Der Bildhauer Franz Larenz nahm seinen Bruder Bernard in die Lehre. Sie machten sich einen bedeutenden Namen in allen Techniken der Kunst. Aus Materialien, wie beispielsweise Kunststein, Marmor, Holz, Terrakotta, Gips, Bronze oder Kupfer, gestalteten sie wahre Meisterwerke. Später bereicherte Josef Larenz, der Neffe der beiden Bildhauer-Gebrüder, als akademischer Bildhauer die Künstler-Werkstatt. In über 50-jähriger Tätigkeit schufen die Bildhauer Larenz mannigfache Altäre für Kirchen oder Adelshäuser der Region – und weit darüber hinaus. Alle Stilrichtungen von der Gotik, der Romanik bis hin zum Barock gehörten zum umfangreichen Repertoire der Künstler Larenz. Figuren, Skulpturen, Reliefs, Kruzifixe, Kreuzwegstationen, Tabernakel, Grabdenkmäler, Kriegerehrenmäler, Notgeld oder beispielsweise bedeutende Zeichnungen zu damaligen Geschehnissen in Stadt und Land zeugen noch heute von der Kunst und der Schaffenskraft der Larenz-Werkstatt.

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