Flechtdorfer Chronik 1

Einige alteingesessene Familien gibt es nicht mehr, in ihren Häusern wohnen Neubürger. Auch Landwirtschaft und Handwerk oder die Dorfgemeinschaft haben sich gewandelt. Das Platt droht auszusterben. Dr. Karl Schlömer hat all die Veränderungen in seinem Heimatdorf seit seinen Kindheitstagen verfolgt, den Verlust von manchem bedauert er. Um die „Erinnerung an Vergangenes“ an nachfolgende Generationen weiterzugeben, hat der 84-Jährige eine aufwendige „Flechtdorfer Chronik“ verfasst. 416 Seiten ist der erste Band über „das Dorf und seine Geschichte“ dick, das großformatige Werk mit vielen Bildern ist vor wenigen Tagen erschienen. Der nur wenige Seiten kürzere zweite Band über „die Familien und ihre Häuser“ liegt ebenfalls auf dem Büchertisch.

Fast 20 Jahre geforscht

An die 20 Jahre hat sich Schlömer mit dem Buchprojekt beschäftigt. Nach seiner Pensionierung wollte er sich eigentlich dem Aufbau seiner Modelleisenbahn widmen. Als die Arbeit am Ortssippenbuch anlief, beschloss er, eine eigene Darstellung der Flechtdorfer Geschichte zu schreiben. Denn bisher gab es nur die 1952 erschienene Flechtdorf-Festschrift von Pfarrer Arnold Jesch und Arbeiten über das Benediktiner-Kloster.

Dr. Karl Schlömer, Flechtdorfer Chronik, Band 1: Das Dorf und seine Geschichte, 416 Seiten, Preis: 35 Euro.

Alte Dokumente eingesehen Schlömer hat die Flechtdorfer Kirchenbücher und Protokollbücher des Gemeinderates ausgewertet und Literatur über das Dorf herangezogen, ob Louis Curtzes „Volksüberlieferungen“ oder Platt-Forschungen von Bernhard Martin. Etwa 50-mal war er im Marburger Staatsarchiv, um alte Dokumente einzusehen. Dabei habe er viel noch nicht Bekanntes in Erfahrung gebracht, berichtet er. Zahlreiche Gespräche hat er mit Familien geführt. Außerdem hat er viele Fotos und Zeichnungen zusammengetragen, mit denen der Band reich bebildert ist. Alle Facetten des Dorfes So beleuchtet er alle Facetten des Dorfes. Allein das Inhaltsverzeichnis ist fünf Seiten lang. Schlömer geht auf die Geschichte des Klosters ein, auf die Rolle der Kirche und der Orden im Mittelalter, auf die neue evangelische Ordnung und auf die Ausstattung der Klosterkirche. Er beschreibt das Gogericht und das Schulwesen, das bis ins 19. Jahrhundert hinein der Kirche unterstand. Er geht ein auf die Dorfentwicklung, auf die Bauernschaft, Handwerker und Gewerbetreibenden, auf die Infrastruktur von den Straßen bis zur Post, und er hat alle Vereine erfasst. Er hat Sagen und Märchen zusammengetragen, Lieder und Gedichte. In den Archiven hat er auch einige Kuriositäten gefunden. Das Layouten der Seiten am Computer übernahm Schlömers Tochter Agnes Glöckler. Sie hat auch den Anhang mit der Erläuterung historischer Begriffe oder des Münzwesens beigesteuert. (ks)

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