Padberger Kriegervereinsfahne restauriert – Große Weltkriegsausstellung ermöglichte erste Spende

Padberg. Die alte Vereinsfahne des Kriegervereins Padberg erstrahlt in neuem Glanz.

Die Vorderseite der Fahne des Kriegervereins Padberg mit den Nationalfarben und dem Preußischen Adler sowie dem Jahresdatum: „14. August 1887“.

Die Vorderseite der Fahne des Kriegervereins Padberg mit den Nationalfarben und dem Preußischen Adler sowie dem Jahresdatum: „14. August 1887“.

Dank der großzügigen Spenden der Sparkasse Paderborn-Detmold in Höhe von 750 Euro, der Volksbank Marsberg eG in Höhe von 500 Euro und des Fördervereins Ring Padberg e. V. konnte die Restaurierung dieses Reliktes aus dem Jahr 1887/1888 finanziert werden. Padbergs Ortsheimatpfleger Norbert Becker stellte im Jahr 2014 die Kriegervereinsfahne aus Padberg der großen Weltkriegsausstellung in der Hauptschule Marsberg und später im zweiten Teil in der Volksbank in Marsberg zur Verfügung. Die Deutsch-Französische Gesprächsrunde Marsberg hatte zusammen mit den Marsberger Ortschaften, den Ortsheimatpflegern und dem Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ diese Ausstellung konzipiert.

Norbert Becker und Andreas Karl Böttcher, Vorsitzender des Marsberger Geschichts- und Heimatvereins “Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.”, bemerkten hierbei, dass die alte Fahne im Laufe der Jahrzehnte gravierend beschädigt worden war. Die Volksbank Marsberg eG war nach der Ausstellung in ihren Räumlichkeiten der Hauptgeschäftsstelle sofort bereit einen Spendenobolus für die Restaurierung der Fahne zur Verfügung zu stellen, da die Deutsch-Französische Gesprächsrunde Marsberg seinerseits und auch die „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ auf eine Spende für die aufwändig zusammengestellte Ausstellung in der Volksbank zu Gunsten der Padberger Fahne verzichteten.

Daraufhin suchte Norbert Becker weitere Mitstreiter im Förderverein Ring Padberg e. V. und fand sie dann auch. In einer Spezialfirma wurde die Fahne beidseitig in eine spezielle Folie eingeklebt und zusätzlich nach dem Steppdeckenprinzip mit Kreuz- und Quernähten vernäht. Die durch das Nähen entstandenen Löcher dienen dazu, die Fahne nicht „ersticken“ zu lassen. Weiterhin wurden die Fransen der Fahne versetzt und an die Querkante Goldbortenlaschen angebracht. Die Spruchbänder der Fahne erneuerte man ebenfalls. Den Spruch „Gott war mit uns, ihm sei die Ehre“ malten die Fachleute auf neuem Grundstoff. Anschließend nähte man diesen auf die alte Fahne. Ortsheimatpfleger Norbert Becker: „Die Restaurierung der Fahne soll nicht den Krieg verherrlichen. Dieses Relikt ist ein Kulturgut und gehört zu Padbergs Geschichte, der man sich nicht verschließen darf.“ Die Traditionsfahne wird nun in einem Schaukasten in der Schützenhalle in Padberg ausgestellt.

Nähere Informationen zur großen Weltkriegsausstellung finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de


 

Geschichte in Marsberg

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