DO BISTE PLATT zurück aus der Winterpause

Hochsauerlandkreis. Am 03. Februar 2014 gibt es die erste DO-BISTE-PLATT-Sendung in diesem Jahr. Sie wird – wie gewohnt – am Montagabend ab 21 Uhr im Bürgerfunk auf Radio Sauerland ausgestrahlt.

Obermarsberg, untere Hauptstraße um 1940

Obermarsberg, untere Hauptstraße um 1940

Dey Breylschken (Die Briloner) und der plattdeutsche Arbeitskreis im Briloner Heimatbund – Semper Idem e. V. beginnen mit heiteren Geschichten in Briloner Mundart. Fritz Reckling erzählt zum Beispiel eine Geschichte vom “Lügen-Schmidt”, einem Pastor aus Calle, dem allerlei Flunkereien nachgesagt werden. Eine Woche später – am 10. Februar 2014 – sendet dann der plattdeutsche Arbeitskreis der Kolpingsfamilie Eslohe eine ganze Sendung über den seligen Pastor Schmidt. In Eslohe feiert man zudem ein kleines Jubiläum, denn die Esloher Platt-Ausgabe wird in diesem Jahr 10 Jahre alt. Dies ist Dank der Kolpingsfamilie Eslohe, der Volksbank Reiste-Eslohe und des DampfLandLeute Museums in Eslohe auch nach dem Wegfall der Landesmittel für die Produktion des NRW-Bürgerfunks im Jahr 2008 möglich geworden. Noch nicht ganz so lange gibt es die Sendungen aus Marsberg, die zu einer echten Bereicherung für die DO-BISTE-PLATT-Sendereihe geworden sind. Am 17. Februar 2014 steht der Karneval in Giershagen im Mittelpunkt. Im Gegensatz zu den Briloner und Esloher Ausgaben gibt es keinen festen Sprecherkreis, denn die “Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.” haben sich zum Ziel gesetzt, die sprachlichen Überbleibsel der plattdeutschen Sprache in den Marsberger Dörfern zu suchen, zu finden und vor allem durch die Sendungen für die Nachkommen zu sichern.

Sicherlich gibt es bei allen Sendungen aus dem Sauerland in der Aussprache manchmal “Unsauberkeiten” – aber der Streit zur Aussprache oder Schreibung des Plattdeutschen ist so alt, wie die Sprache selbst – zumal es bis heute eigentlich keine verbindliche oder einheitliche plattdeutsche Schriftsprache gibt – was bei der Fülle an Dialekten auch unmöglich wäre. Der Spaß an der Gestaltung der Sendung, am Schreiben und Sprechen steht im Vordergrund. Dann erst kommt die Konservierung in einem mittlerweile 267 Sendungen starken, seit 2002 anwachsenden Archiv, zu denen auch Beiträge aus Alme, Cobbenrode, Endorf, Grevenstein, Meschede und Oedingen gehören. Den Anspruch, die plattdeutsche Sprache gar zu erhalten, hatte die Sendung jedoch nie, weil das sicher wünschenswert, aber eindeutig zu vermessen wäre.

Die Redaktion von DO BISTE PLATT bedankt sich ausdrücklich bei allen Zeitungen, Vereinen, Institutionen, Einrichtungen und Personen, die diese Sendung unterstützen und somit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der plattdeutschen Sprache im Sauerland leisten.

Alle Sendetermine stehen im Netz unter www.sauerlandwelle.de


Geschichte in Marsberg

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